Alumni Portrait

Ira Stanic-Maruna, VUM Verfahren Umwelt Management GmbH

Ira Stanic Maruna

© VUM Verfahren Umwelt Management GmbH

Mag. Ira Stanic-Maruna, MSc ist Absolventin des ersten Durchgangs des MSc Environmental Technology & International Affairs (ETIA). Bereits während des Studiums begann sie bei der VUM Verfahren Umwelt Management GmbH zu arbeiten, wo sie heute noch im Bereich Umwelt- und Projektmanagement tätig ist. Im Alumni Portrait erzählt sie unter anderem, wieso sie ihren aktuellen Job direkt dem MSc ETIA zu verdanken hat. 


Welche beruflichen Stationen haben Sie seit Abschluss des MSc Environmental Technology & International Affairs absolviert?

Bereits kurz vor Abschluss des ETIA-Programms habe ich angefangen bei VUM Verfahren Umwelt Management GmbH (damals Verbund Umwelttechnik GmbH), einer Tochter von VERBUND, Österreichs führendem Stromunternehmen, zu arbeiten. Seit damals, also seit Juni 2009, bin ich bei der VUM im Bereich Umwelt- und Projektmanagement tätig. Mein Hauptaufgabengebiet sind Genehmigungsverfahren für große Investitionsprojekte, allen voran Übertragungsleitungen, Wasserkraft- und Windkraftanlage sowie energiewirtschaftliche Studien.

Wenn Sie auf Ihr Studium zurückblicken: Wovon profitieren Sie heute noch am meisten? Wie hat die Absolvierung des MSc ETIA zur Verwirklichung Ihrer Karriereziele beigetragen? 

Für mein Aufgabengebiet bietet das ETIA-Studium eine hervorragende Basis, dabei vor allem das zweite Jahr an der TU Wien aber auch Umweltrecht und -ökonomie im ersten Jahr an der Diplomatischen Akademie. Die Studienfächer behandeln eine Vielzahl wichtiger Zweige innerhalb der Domäne Klima/Umwelt/Energie in ausreichender Tiefe. Bei der Koordination von Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte benötigt man kein fundiertes Fachwissen zu jedem einzelnen umweltrelevanten Thema, jedoch ist es unabdingbar, bei den vielen Aspekten des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Energiewirtschaft ein ausreichendes Basiswissen zu haben. Fast alle während des ETIA-Studiums behandelten Themen sind mir während meiner Tätigkeit untergekommen. Auch von der Übung wissenschaftlichen Schreibens und Argumentierens während des ersten ETIA Jahres an der DA profitierte ich beim Verfassen von Berichten und Stellungnahmen immens.

Meinen Job bei der VUM habe ich direkt dem ETIA-Studium zu verdanken. Gerade zum richtigen Zeitpunkt im Frühling 2009 suchte die VUM nach Verstärkung und der Geschäftsführer war Vortragender beim ETIA-Studiengang. Er ist auf mich aufmerksam geworden und lud mich zum Vorstellungsgespräch ein.

Welche besonders positiven Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit und dem CEC? 

Die Studienzeit an der DA und an der TU Wien waren mitunter die spannendste Zeit meines Lebens. Ich habe enorm viel in den zwei Jahren gelernt, hatte die besten Vortragenden und war umgeben von interessanten Persönlichkeiten unterschiedlichster Ausbildungen aus aller Welt. Besonders toll war das Gemeinschaftsgefühl während des Studiums und die Studienreisen in viele Länder Europas sowie Besuche großer Infrastrukturanlagen wie der Wiener Klär- und Müllverbrennungsanlage.

Angenommen Sie könnten einen Tag in Ihrem Leben wiederholen – welcher wäre das?

Ich könnte niemals nur einen Tag aussuchen. Abgesehen von den viel zu schnell vergehenden Tagen mit meiner Familie, erinnere ich mich besonders gut an einschneidende Erlebnisse während meiner Tätigkeit bei der VUM, wie z.B. als ich an der Spitze einer Windenergieanlage stand oder bei einem Hubschrauber-Erkundungsflug über die Tauern mit dabei sein durfte, oder auch unser Team-Meeting hoch oben auf der Kölnbreinsperre.

Was würden Sie Ihrem 25-jährigen Ich aus heutiger Sicht raten?

Mit knapp 25 Jahren arbeitete ich als Übersetzerin für ein Consulting-Unternehmen und überlegte, ob ich mich trauen soll, die mit hohem Lernaufwand verbundene Aufnahmeprüfung für den Diplomlehrgang an der DA zu machen. Ich entschloss mich dafür und habe diese Entscheidung nie bereut, es war die beste hinsichtlich meiner Berufslaufbahn. Ich würde jedoch meinem 19-jährigen Ich raten, nochmals die Entscheidung zu überdenken, Übersetzungswissenschaften zu studieren, auch wenn dieses Studium enorm viele positive Aspekte und erworbene Kompetenzen mit sich brachte.

Welches Buch würden Sie anderen Alumni unbedingt empfehlen?

Da ich in meiner Arbeit täglich Fachtexte lese oder verfasse, finde ich in der Freizeit eher Ausgleich in Belletristik. Ein Buch hat aber mein Leben vor 10 Jahren verändert: Eating Animals von Jonathan Safran Foer.