Alumni Portrait

Ruth Hofer, Skyloft Florida Inc.

Portrait Ruth Hofer

© Ruth Hofer

Ruth Hofer, MSc hat sowohl den Universitätslehrgang Immobilienwirtschaft & Liegenschaftsmanagement als auch den MSc Immobilienmanagement & Bewertung absolviert. Sie ist schon seit einigen Jahren als Eigentümervertreterin für eine österreichische Privatstiftung in Florida tätig. Als Vice President/Asset Manager bei Skyloft Florida Inc. überwacht und optimiert sie das bestehende Portfolio an gewerblichen Immobilien und prüft neue Investitionsprojekte. Im heutigen Alumni Portrait erklärt sie uns die Besonderheiten des amerikanischen Immobilienmarktes und warum Work-Life-Balance für Sie kein großes Thema ist.

Sie sind jetzt schon seit einigen Jahren in der Immobilienbranche in Florida tätig. Was sind die größten Unterschiede im Vergleich zum österreichischen Markt?
Ich arbeite seit 2013 in den USA, Florida. Neben den rechtlichen Unterschieden sind die Bedürfnisse der Kunden sowohl im gewerblichen als auch im privaten Immobilienbereich manchmal sehr different zum österreichischen Markt. Ein weiterer großer Unterschied ist sicherlich die Transparenz des Marktes. In Florida befinden sich alle auf dem Markt angebotenen Objekte in einem regional organisierten, zentralen EDV-System, dem MLS, auf das alle Makler Zugriff haben. Daher gibt es hier sehr viele a-meta-Geschäfte. Und anders als in Österreich zahlt hier der Verkäufer/Vermieter den Makler.

Was war Ihr größter beruflicher Erfolg bisher?
Der Schritt, in die USA zu gehen, und hier als Eigentümervertretung einer österreichischen Privatstiftung zu agieren, war sicher mein größter beruflicher Erfolg bisher.   

Sie haben sowohl den ULG Immobilienwirtschaft & Liegenschaftsmanagement als auch den MSc Immobilienmanagement & Bewertung absolviert. Wie hat die Absolvierung der beiden Universitätslehrgänge zur Verwirklichung Ihrer Karriereziele beigetragen? Wovon haben Sie am meisten profitiert?
Die beiden Universitätslehrgänge haben mir zu einem sehr breiten Fachwissen verholfen, das – wenn auch angepasst auf den amerikanischen Markt – mir sehr geholfen hat, hier vieles umzusetzen und zu verstehen.

Und was war die größte Herausforderung auf Ihrem bisherigen Berufsweg?
Die erste Zeit in den USA: den Markt richtig einzuschätzen und das Netzwerk aufzubauen. Neue Strukturen zu schaffen, ein neues Marketingkonzept zu begründen und das bestehende Portfolio zu optimieren und weiter auszubauen.

In welcher Hinsicht haben Ihnen die während der beiden Universitätslehrgänge erworbenen Qualifikationen bei der Bewältigung dieser Herausforderung geholfen?
Das erworbene fachliche Wissen in den beiden Universitätslehrgängen hat mir bei meinen Entscheidungen Sicherheit gegeben und geholfen, sie professionell umzusetzen.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach eine gute Führungspersönlichkeit aus?
Neben einem hohen Grad an Professionalität und Zielorientiertheit sollte eine gute Führungspersönlichkeit die Stärken und Schwächen jedes Teammitglieds erkennen können und dementsprechend einsetzen. Gutes Kommunikationsvermögen und Motivationstalent gehören ebenfalls dazu. Eine gute Führungspersönlichkeit sollte ehrlich und engagiert sein – mit einer positiven Grundhaltung.

Mit welchen Zukunftsthemen sollten sich Manager_innen unbedingt beschäftigen?
Ich denke, der Markt ist immer in Bewegung, vielleicht geht jetzt alles etwas schneller durch die heutige Technologie. Ich glaube, Manager_innen sind immer mit der Entwicklung der Bedürfnisse der Kunden, aber auch der Mitarbeiter, konfrontiert.

Wie schaffen Sie es, Beruf und Privatleben in Balance zu halten?
Wenn man das Glück hat, in Florida zu leben, und eine Arbeit hat, die man gerne macht, dann ergibt sich die Balance von selbst.

Welche Person würden Sie gern kennenlernen? Warum?
Ruth Bader Ginsburg. Sie ist eine Frau, die ich bewundere und der ich sehr gerne zuhöre, wenn sie von ihrem Leben erzählt. Eine Frau, deren Erfahrungen gerade jetzt hier in den USA sehr wichtig sind.

Was verbindet Sie heute noch mit dem Continuing Education Center der TU Wien? Haben Sie noch Kontakt zu anderen Studierenden oder Vortragenden?
Auch wenn uns der Atlantik trennt, lese ich mit Freude die Newsletter des Continuing Education Center und folge ihm auf Social Media. Ich habe in meinen Ausbildungsjahren viele sehr interessante und nette Kollegen und Kolleginnen kennengelernt und bin mit vielen auch noch in Kontakt. Es haben mich auch schon einige hier in Florida besucht.

Welche (beruflichen und/oder privaten) Ziele haben Sie sich für die nächsten zehn Jahre gesteckt?
Weitere interessante und spannende Projekte zu entwickeln und zu optimieren.