29. July 2019

"Das Studium gab mir ein breiteres Weltbild"


Während der ETIA-Graduierung am 27. Juni baten wir zwei Absolventinnen, Marcela Lozano (Mexiko) und Julia Kostal (Österreich) auf die letzten zwei Jahre zurückzublicken und über ihren Hintergrund, ihre Erfahrungen und ihre zukünftigen Ziele zu sprechen.

 

Was ist Ihr Bildungshintergrund und warum haben Sie sich für dieses Programm entschieden?

Marcela Lozano: Mein Bildungshintergrund liegt im Bereich Internationaler Handel. Ich habe in Mexiko-Stadt International Business studiert und dabei ein Austauschjahr in Maastricht (Niederlande) verbracht. Ich habe mich für das ETIA-Programm entschieden, weil ich damit internationale Angelegenheiten zusammen mit Umwelttechnologie studieren konnte. Das Programm hat meine Erwartungen erfüllt, da ich dieses technologische Know-how erwerben wollte. Es war ziemlich intensiv, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe jetzt das Gefühl, ich kann Herausforderungen im Energie- und Umweltbereich bewältigen.

Julia Kostal: Ich habe Rechtswissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien studiert. Ich habe mich für ETIA entschieden, weil ich etwas über Umwelttechnologie, die aktuellen Probleme und den Hintergrund dieser Probleme lernen wollte.

Das hat mich gerade deshalb interessiert, weil ich aus einem anderen Umfeld komme und eine Ausbildung haben möchte, die viel breiter ist als nur Jus. Es gibt einen Spruch, der sagt "Iudex non calculat" (Der Richter kann nicht rechnen). Ich glaube, jetzt kann er es, da ich im Rahmen dieses Studiums wieder zu Mathe und Physik zurückkehren musste. All das gab mir ein breiteres Weltbild.

 

Was war Ihr persönliches Highlight?

ML: Es gab zwei Vorträge, die mir besonders gut gefallen haben: "Global Environmental Monitoring - Remote Sensing" mit Ian McCallum und Olha Danylo und "Technology of Pollution Control" mit Prof. Michael Harasek.

JK: Die Mischung aus guter Ausbildung, guten Vorlesungen und der Unterstützung durch die Professoren, insbesondere an der TU Wien. Während dieses Programms habe ich auch ein paar gute Freunde gefunden. Es gab tolle Teamarbeit und gute Gruppenprojekte.

In diesen zwei Jahren ging es nicht nur darum, gute Noten zu erlangen und zu studieren, sondern ich konnte mich auch auf andere Aktivitäten einlassen. Ich war auch an außerschulischen Aktivitäten in einem französischsprachigen Studentenverein der Diplomatischen Akademie namens „Le Cercle“ beteiligt. Dort organisierten wir Konferenzen, gründeten einen Buchclub, führten Gespräche mit BotschafterInnen, besuchten die französische Botschaft usw.

 

Welche Themen haben Sie am meisten interessiert?

ML: Erneuerbare Technologien und Energiewende. Wir hatten auch tolle Vorlesungen bei Prof. Günther Brauner („Energie und Umwelt“) und bei Prof. Peter Sturm („Verkehr und Umwelt“).

JK: Wir haben viel über Luftchemie gelernt, und deshalb wollte ich mehr über Luftqualitätsmanagement und die damit verbundenen Probleme erfahren, z. B. über die verschiedenen Industrien, die Umweltverschmutzung verursachen, und darüber, wie man dies verhindert.

 

Was war das Thema Ihrer Masterarbeit?

ML: Meine Masterarbeit hieß "Wasserstoff als potenzielle erneuerbare und sichere Energiequelle". Es befasst sich mit dem Thema Wasserstoff und es ist ein neues Potenzial für den ökologischen Wandel. Es war wirklich interessant, daran zu arbeiten, und ich möchte diesen Weg auf jeden Fall fortsetzen.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei der Programmassistentin Elisabeth Pixner für die Einladung zum Renewable Energy Talk bedanken. Dort konnte ich dieses Thema mit anderen Professoren der TU Wien weiterverfolgen, und sehen, was sich gerade auf dem vielversprechenden Gebiet des Wasserstoffs tut. Wasserstoff kann nämlich zur Wärmeerzeugung, für Mobilitätszwecke und für die Stromerzeugung sowie als Brennstoff und als Speichereinheit verwendet werden, ohne dass ein CO2-Fußabdruck entsteht.

JK: Meine Masterarbeit hieß "Integration des Klimawandels in einen konzeptionellen Rahmen für die Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten am Beispiel des Rhône-Einzugsgebiets". Sie befasste sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten in Europa im Hinblick auf die Einhaltung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Ich bin Österreicherin, habe aber auf Französisch geforscht, weil ich etwas über Flussgebietsmanagement in anderen Ländern lernen und meine Sprachkenntnisse verbessern wollte.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?


ML: Ich möchte hier in Europa einen Job im Energiebereich finden.

JK: Arbeit finden, am liebsten im Ausland, da ich schon seit 8 Jahren hier in Wien lebe.

Weitere Informationen zum MSc ETIA finden Sie unter: www.etia.at/home. Nächster Programm-Start: 30. September 2019


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