28. November 2011

Rechnet sich Facility Management? Nachlese zum 4. IFM-Kongress

Am 24. und 25. November 2011 war es wieder soweit: anlässlich des 4. IFM-Kongresses traf sich das who is who der europäischen FM-Branche an der TU Wien.


Veranstalter Prof. Alexander Redlein gab für den Kongress vor: „Management statt Haustechnik“ und „Strategie statt banaler Outsourcing-Bestrebungen“. So trafen sich also Forscher aus ganz Europa und Top-Manager aus der Wirtschaft zum regen Gedankenaustausch und zur Diskussion neuer FM-Ansätze an der TU Wien.

Der Kongress stellt Facility Management an die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis: am ersten Tag sprachen Manager über ihre Sicht von FM und präsentierten Beispiele aus der Praxis. Der Tag begann mit der ersten Keynote von Mag. Klaus Sickinger, MBA, CFO von SAP Österreich, der Facility Management als strategisches Mittel zur Umsetzung von Unternehmenszielen sieht, sowie als Mittel zur Mitarbeiterbindung. Facility Management muss einer innovativen Firma das innovative Umfeld schaffen!


Danach sprach DI Horst Stagel, technischer Direktor der KRAGES über Prozessoptimierung und IT-Support in Krankenhäusern wobei es auch um detaillierte Kosten-Nutzenanalysen und aktuelle Compliance-Anforderungen ging. Gleichzeitig betonte der Head of Center & Facility Management von SES Mag. Christoph Adexlinger in seinem Vortrag, dass es bei Gebäuden um weit mehr als Energieeffizienz geht. Nachhaltigkeit rechnet sich seiner Erfahrung nur, wenn der Nutzer im Mittelpunkt steht.  


Am Nachmittag des ersten Tags stand der Praxisvortrag von Dipl.Ing. Gerhard Pipal auf dem Programm, der über innovative Büroformen am Beispiel des neuen Finanzzentrums Wien Mitte sprach und zeigte, wie wichtig die Einbindung der MitarbeiterInnen und deren Akzeptanz sind. Aus dem Vortrag geht hervor, wie FM die Umsetzung der Organisationsentwicklung ermöglicht. Neue Ansätze für das kommunale FM stellte Dr. Thomas Dillinger vom Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung der TU Wien vor, der auf die finanziellen Auswirkungen von Stadt- und Regionalplanungen einging.

Zum Abschluss des ersten Kongresstags wagte Dr. Valentin Hofstätter von der Raiffeisen Bank International AG einen Blick in die Glaskugel und zeigte die Auswirkungen der Weltwirtschaft auf den Facility und Real Estate Manager. Unsicherheit gehört zum betrieblichen Umfeld und die „guten alten Zeiten“ sind vorbei. Gewinnen wird derjenige, der sich am besten anpasst. Hier kommt Facility Management ins Spiel, da es für die flexible Infrastruktur sorgt, die das Unternehmen benötigt um flexibel zu können.

Der zweite Kongresstag war der Wissenschaft gewidmet und startete mit einer hochinteressanten Diskussionsrunde über internationale FM-Trends. Hier wurde unter anderem der Status Quo von Facility Management in der Ukraine präsentiert. Auf dem Programm standen außerdem wissenschaftliche Vorträge zum Thema Value Added von FM und Lebenszyklus und Nachhaltigkeit. Abschließend folgten eine Zusammenfassung und ein Ausblick durch Prof. Redlein. Der Veranstalter des Kongresses freute sich über das immer größere Interesse im Ausland und über die große Anzahl an hochqualitativen Einreichungen für den Kongress.

Wir freuen uns nun auf den 5. IFM-Kongress, zu dem das IFM-Zentrum für Informations- und Facility Management an der TU Wien und Prof. Dr. Alexander Redlein im November 2012 laden wird und sind gespannt auf das Programm.


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