21. November 2012

Ländermodul Kroatien-Slowenien im MSc "Renewable Energy in CEE"

Die Studierenden des MSc “Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ (class 2011-2013) nahmen vom 15.-17. November 2012 am Ländermodul “Kroatien-Slowenien” teil.


Studierende auf einem kaputten Flügel einer Windturbine

Die Vorlesungen fanden am Donnerstag und Samstag am EIHP (Energetski Institut Hrvoje Požar) statt und gaben den Studierenden einen Marktüberblick über die Situation der erneuerbaren Energie in diesen beiden Ländern. Die Vortragenden waren Biljana Kulisic (EIHP), Kresimir Trontl (TU Zagreb), Mario Ortner (IC-Consultants) und Franko Nemac (ApE, Agencija za prestrukturiranje energetike).

Am Freitag startete der Exkursionsbus schon sehr früh, um 7:00 Uhr. Erstes Exkursionsziel war die Biogasanlage in Gradec (ca. 50 km nordöstlich von Zagreb) mit einer Gesamtleistung von 1 MW. Diese Biogasanlage ist die erste in Kroatien und wurde im August 2012 eröffnet. Sie ist einzigartig, weil sie verschiedene Arten an organischem Material verarbeitet: u.a. Schweinemist, Schlachtabfälle, Brauereiabfälle, Zuckerrübenschnitzel, alte Backwaren und gewerbliche Abfälle (Obst etc.). Daraus können organischer Dünger sowie thermische und elektrische Energie gewonnen werden.

Dann ging es weiter zum Windpark Vrataruša, dem größten Windpark in Kroatien. Kurz vor dem Ziel wurde die Straße sehr schmal, steil und steinig – sehr schwierige Fahrbedingungen. Oben angekommen wurden die Studierenden mit einem atemberaubenden Ausblick entschädigt. Die Windturbinen (14 Vestas V-90 Windräder, 80 m hoch, insgesamt 42 MW Leistung, angeschlossen an das 110 kV Netz) drehten sich zu diesem Zeitpunkt mit 20 m/s (Optimum 15-25 m/s). Es konnte auch ein vom Blitz getroffener Turbinenflügel besichtigt werden. Da er ohnehin schon beschädigt war, konnten die Studierenden darauf sitzen, gehen und sogar hüpfen (she. Foto). Anschließend konnte noch die Trafostation besichtigt werden.

Auf dem Weg nach Kukuljanovo lud das schöne Wetter zu einer kurzen Kaffeepause an der Küste in Crkvenica ein. Einige Studierende wagten sich sogar knöcheltief in die Adria. Das letzte Exkursionsziel führte zu Kroatiens größter Photovoltaik-Anlage im Industriegebiet Kukuljanovo bei Rijeka. Die PV-Anlage auf dem Hallendach einer Salzindustrie-Anlage wurde von Adria Sol errichtet. Die Investitionskosten von 500.000 EUR sollen nach sechs Jahren wieder eingespielt sein. Die Studierenden kletterten auf das Dach und begutachteten die Panele aus nächster Nähe, bevor es wieder nach Zagreb zurückging.

Fazit: Es war ein interessanter und actionreicher Exkursionstag, an dem alle viel Spaß hatten.




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