25. February 2013

Career Spotlight: Marlene Buchinger

Lernen Sie hier AbsolventInnen des MSc-Programms „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ kennen. Erfahren Sie, warum sie sich gerade für diesen Master-Lehrgang entschieden haben und was aus ihnen nach Abschluss des Programms geworden ist. Bei Interesse knüpfen wir auch gerne Kontakte zu unseren Career Spotlights.


Marlene Buchinger

Heute im Gespräch: Marlene Buchinger, BA(FH) MSc (Projektmanager, BayWe r.e. Wind GmbH), Absolventin Class 2009-2011

Ihr erster akademischer Abschluss war im Bereich „Business Management“. Warum haben Sie sich für ein technisches Zweitstudium entschieden? Warum gerade der MSc „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“?

Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt schon mehrere Jahre Berufserfahrung in technischen Branchen und wollte mein Wissen in diesem Bereich erweitern, dabei waren der Fokus auf Erneuerbare Energie und die Spezialisierung auf Osteuropa für mich besonders spannend. Das MSc-Studium umfasste sowohl technische Inhalte als auch wirtschaftliche und rechtliche Schwerpunkte und dieses breite Portfolio überzeugte mich. Zusätzlich war der Austausch mit den anderen Studenten sehr interessant und teilweise sind Kooperationen auf beruflicher Ebene daraus entstanden.

Während des Studiums waren Sie bei JUWI Holding AG in der Unternehmensentwicklung tätig. Direkt nach Abschluss des Studiums haben Sie zu RENERCO Renewable Energy Concepts AG (jetzt BayWe r.e. Wind GmbH) gewechselt. War das Masterprogramm ausschlaggebend für diesen Karrieresprung?
Das Masterstudium war nicht unbedingt ausschlaggebend für den Wechsel, ich konnte aber durch das Studium in meiner jetzigen Position als Projektmanager für Windenergieprojekte profitieren. Das Wissen über andere erneuerbare Energieformen ist nützlich, da mein Unternehmen auch die Geschäftsfelder Fotovoltaik, Biomasse und Geothermie im Portfolio hat. RENERCO hat zum Beispiel die beiden Geothermiekraftwerke Dürrnhaar und Kirchstockach nähe München mit je 5,5 MW elektrischer Leistung entwickelt, die als Leuchturmprojekte in diesem Bereich gelten.

In Ihrer Klasse des MSc-Programms lag der Frauenanteil bei 25 %. Was raten Sie jungen Kolleginnen für ihre Karriere?
Frau sollte sich nicht von technischen Inhalten abschrecken lassen und ich würde mich freuen, wenn der Frauenanteil in den kommenden Jahren noch weiter steigen würde.

Welche beruflichen Pläne haben Sie für die nächsten 3-5 Jahre?
Mein Fokus liegt weiterhin auf Windprojekten in England, gerne würde ich auch mein Wissen bei Projekten in Österreich oder auch Osteuropa einsetzen. Man wird sehen was die Zukunft bringt.

Alternative Energie ist ein aktuelles Thema. Wie praktizieren Sie persönlich Umweltschutz zu Hause?
Ich denke, jeder kann dazu beitragen. Es beginnt im Kleinen mit Energiesparmaßnahmen (Licht ausschalten), beim Einkaufen (Bezug direkt beim Bauern) oder dass man Ressourcen effektiv nutzt (Wasser, Heizen). Außerdem fahre ich mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Firma und habe gerade ein Solarladegerät für mein Handy angeschafft.

Welches Buch liegt zur Zeit auf Ihrem Nachttisch?
Das äußerst spannende und gleichzeitig beängstigende Buch von Jorgen Randers „2052 – A Gobal Forecast for the Next Forty Years“ im Auftrag des Club of Rome. Die vielschichtige Betrachtung von ökologischen und damit schlussendlich auch sozialen Herausforderungen rüttelt auf, denn letztendlich kann man die Natur nicht bezwingen und laut Randers hat „der Anpassungsprozess der Menschheit an die Grenzen dieses Planten bereits begonnen“.

(Interview vom 21.02.2013)


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