28. March 2013

Brücke zur Zukunft – Exkursion zum Kraftwerk Dürnrohr


Im November 1978 stimmte die österreichische Bevölkerung in einer Volksbefragung gegen die Nutzung von Kernenergie in Österreich. Das bedeutete zwar einen Meilenstein in der Energiepolitik, aber der Energiebedarf war ungebrochen hoch. Ein Ersatz war nötig und innerhalb von acht Jahren wurde das Kohle-Kraftwerk in Dürnrohr errichtet und konnte seine Tätigkeit aufnehmen. Nur ein paar Kilometer entfernt liegt der Kernreaktor Zwentendorf, der nie Betrieb ging.

Sie fragen sich jetzt bestimmt, ob es eine gute Entscheidung war von einer CO2-Emissions-freien Kernenergie auf ein Kohle-Kraftwerk umzusteigen, in einem Land, dessen Bevölkerung weiß, dass der Verbrauch fossiler Brennstoffe eine Umweltbelastung darstellt. Grund genug für eine Exkursion der ETIA StudentInnen nach Dürnrohr, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Das Timing der Exkursion mit 15. März war perfekt, da am Vortag die Vorlesung „Pollution control“ endete. So konnte das theoretische Wissen mit praktischen Erfahrungen kombiniert und das Verständnis für die berufliche Zukunft verbessert werden.
Wie sich herausstellte, produziert das Kraftwerk Dürnrohr effizienter als der Durchschnitt der westdeutschen Kohle-Kraftwerke. Da es derzeit keine langfristige Lösung für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren gibt, kann man abschließend sagen, dass die österreichische Bevölkerung damals eine kluge Entscheidung getroffen hat.


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