17. April 2013

Career Spotlight: Harald Stütz


Harald Stütz

Heute im Gespräch: DI(FH) Harald Stütz, MSc (Konstruktionsleiter Batteriesysteme, AVL List GmbH), Absolvent MSc „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ Class 2005-2007

Vor dem MSc-Lehrgang „Renewable Energy in CEE“ hatten Sie eine Ausbildung an der HTL für Fahrzeugtechnik in Steyr (OÖ) und ein Studium „Machinenbau/Konstruktion“ an der FH Mittweida (D) absolviert . Beides sehr techniklastige Ausbildungen. Warum haben Sie sich dann nochmals für ein Studium mit Technik-Fokus entschieden? Was haben Sie sich vom Masterlehrgang „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ erwartet?
Im Zusammenhang mit erneuerbarer Energie war ich immer an der technischen Umsetzung und an der Detaillösung interessiert. Vom Masterlehrgang habe ich mir demnach auch erwartet, einen vollständigen Überblick über die technischen Ansätze der Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu erhalten, um die Systeme verstehen zu können. Letztendlich ging es mir darum, als Ingenieur in der Lage zu sein, Potenziale für Optimierungen zu erkennen oder bestehende Lösungen in neuen Systemen einsetzen zu können.

Sie haben Ihre Master These im Rahmen eines R&D-Projektes bei Ihrem Dienstgeber, der AVL List verfasst. Inwieweit hat das Masterprogramm Ihr berufliches Leben beeinflusst?
Ich arbeite zwar noch immer für die selbe Firma als vor dem Studium, habe mich dort aber stark verändert. AVL List ist ein Engineering-Partner für Fahrzeug-OEMs zur Entwicklung von Antriebssystemen. Nachdem ich dort 13 Jahre lang Verbrennungsmotoren konstruiert hatte, arbeite ich heute ausschließlich an der Entwicklung des elektrifizierten Antriebsstrangs. Ich leite ein Team, welches sich mit der Konstruktion von Batteriesystemen für Elektroautos beschäftigt. Und das hat sehr viel mit erneuerbarer Energie zu tun. Der einzige Weg, um nachhaltig mit erneuerbarer Energie Auto zu fahren, ist meiner Meinung nach elektrisch. Die jetzt erreichte Netzparität in der Photovoltaik  ist das wichtigste Argument für das Elektroauto.

Was hat Ihnen der Lehrgang persönlich gebracht?
Zum einen bietet das Studium natürlich Zugang zu sehr wertvollen Kontakten aus den verschiedensten Branchen. Zusätzlich ist aber gerade durch das Studium aus dem anfänglichen Interesse an erneuerbarer Energie eine gefestigte Entschlossenheit geworden, sich diesen Technologien beruflich zu verschreiben. Mit dieser Ausrichtung haben sich sehr gute Möglichkeiten ergeben, in meinem Fall sogar ohne den Arbeitgeber zu wechseln.
 
Ihre Graduierung liegt zwar schon einige Jahre zurück. Welche Erinnerungen haben Sie, wenn Sie an den Lehrgang denken? Was waren Ihrer Meinung nach die Highlights?
Ich bin immer sehr gern zu den Lehrveranstaltungen gekommen, nicht nur weil mich die Inhalte brennend interessiert haben. Neben vielen anregenden Diskussionen unter Kollegen mit gänzlich unterschiedlichen beruflichen Hintergründen haben wir vor allem eines gehabt: Sehr viel Spaß. Es hat auch gut getan, regelmäßig etwas aus dem Arbeitsalltag gerissen zu sein.

Welche privaten Pläne haben Sie für die nächsten 3-5 Jahre?
Ich richte meine Pläne in erster Linie nach meiner Familie aus. Das Wohlergehen und die Entwicklung unserer Kinder steht im Vordergrund für mich und meine Frau. Darüber hinaus möchte ich möglichst viel dazu beitragen, dass umfassende Mobilitätslösungen entstehen können, welche emissionsfrei sind und dezentral und nachhaltig mit Energie versorgt werden können. Ich denke, wir erleben derzeit eine sehr spannende Phase, die eine Reihe an substanziellen Veränderungen bringen wird.

Was sind Ihre Hobbys?
Ich verbringe meine Freizeit mit meinen bald drei kleinen Kindern. Ansonsten ist mein Sport das Schi fahren. Und, auch wenn das schwer zu erneuerbaren Energien passt, ich fahre Kart-Rennen.

(Interview vom 08.04.2013)


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