17. June 2013

Career Spotlight: Samir Al-Wakeel


Samir Al-Wakeel

Heute im Gespräch: Samir Al-Wakeel, MBA MSc (owner, energyvision), Absolvent MSc „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ Class 2010-2012s

Vor dem MSc-Lehrgang „Renewable Energy in CEE“ absolvierten Sie ein Bachelor-Studium “Elektrotechnik“ an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ehemals Ingenieurschule Zürich / HTL) und einen Executive MBA „Business Administration“ am International Institute of Management in Technology an der Universität Freiburg (CH). Ein Studium also mit technischem, das andere mit wirtschaftlichem Fokus. Warum haben Sie sich dann nochmals für ein Studium mit Technik-Fokus entschieden? Was haben Sie sich vom Masterlehrgang „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ erwartet?

Ich habe mich schon immer für Technik interessiert und insbesondere für „neue und innovative Technologien“. So machte ich zum Beispiel meine ersten Erfahrungen mit der Photovoltaik bereits 1990, noch während meiner Lehrlingsausbildung als Physiklaborant an der ETH Zürich. Den MSc-Lehrgang mit seinen Schwerpunktthemen Umwelt, Energieeffizienz und erneuerbare Energien finde ich ideal als Ergänzung zu einem rein technischen Bachelor-Studium. Ausserdem empfinde ich den Lehrplan als sehr ausgewogen, denn nebst Technologie wird auch grosser Wert auf wirtschaftliche, ökologische und rechtliche Fragestellungen gelegt. Weitere themenrelevante Bereiche, wie Energiespeicherung, Smart Grids, LCA (Life Cycle Assessments) und CO2-Zertifikate werden ebenso behandelt wie allgemeine Management-aspekte mit Fokus auf Führungs- und Teammanagement, Öffentlichkeitsbeteiligung,  Konflikt-management und Sozialkompetenz um nur einige zu nennen, sorgen für ein umfassendes und in sich abgerundetes Programm. Insofern ist das Studium hinsichtlich Themenauswahl, Praxisbezug,  internationale Ausrichtung und vor allem dem modularem Aufbau einzigartig in Europa. Grosser Vorteil ist, dass man nebst Studium seiner Berufstätigkeit auch im Ausland, in meinem Fall in Zürich, problemlos nachgehen kann. Meine Erwartungen wurden daher voll und ganz erfüllt.
Was das MBA Studium angeht, so gehören betriebswirtschaftliche Fachkenntnisse meines Erachtens heute einfach dazu, will man den beruflichen Anforderungen mit steigender Verantwortung  gerecht werden.


Zwischen Ihren drei absolvierten Studien haben Sie jeweils mehrere Jahre „pausiert“ und waren berufstätig. Wie wichtig war es Ihnen, zwischen den einzelnen Studiengängen Berufserfahrung zu sammeln?

Nun, eigentlich war ich immer berufstätig. Ich habe alle Studien berufsbegleitend absolviert. Grundsätzlich finde ich es aber sehr wichtig, dass man auch Berufserfahrungen sammelt, sich ein Netzwerk aufbaut und einen Bezug zu den Herausforderungen und Bedürfnissen  der Privatwirtschaft und des Marktes herstellt. Nicht zuletzt um auch das Gelernte in der Berufswelt  anzuwenden. Anderseits kann man die eigenen Interessen und Vorlieben in Ruhe konkretisieren um sich dann gezielt das richtige Studium oder die geeignete Weiterbildung auszusuchen.  Flexibilität, Mobilität und eine kontinuierliche Weiterbildung sind heute mehr denn je gefragt.

Sie blicken auf mittlerweile 25 Jahre Berufserfahrung zurück. Dabei haben Sie weltweit an unterschiedlichsten Projekten gearbeitet – in Europa, Asien und den USA. Waren die Inhalte des Lehrgangs „Renewable Energy in CEE“ für Sie international verwertbar?

Mein Studium der erneuerbaren Energien habe ich erst vor einem Jahr abgeschlossen. Zuvor war ich die letzten 15 Jahre vor allem in der ICT Branche tätig. Diese Erfahrungen kommen mir aber sicherlich zu Gute. Spannend in diesem Zusammenhang finde ich die Schnittstellen zwischen der ICT-Welt und der Energieversorgung einer postfossilen Gesellschaft, also Themen wie Smart Grid, Smart City oder Smart Home.  Im Studium konnte man gute Einblicke in die Energiewirtschaft der Länder Mittel- und Osteuropas gewinnen und wertvolle Kontakte knüpfen.  Insofern ergeben sich grossartige Möglichkeiten, Synergien und Chancen für die Zukunft.

Haben Sie bereits während des Studiums Kontakte für Ihre weitere Karriere knüpfen können bzw. nützliche Impulse erfahren?

Oh ja. Mit einem meiner Kommilitonen arbeite ich sogar zusammen. Nach dem Studium haben wir eine eigene Firma gegründet, die „Energy Vision“ mit Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, Slowakei und Tschechien. Über die Alumni sind auch Geschäftsbeziehungen zu anderen Firmen aus der Branche entstanden, wie zum Beispiel die CES (Combi Energy Systems) oder der EWS Consulting in Österreich.  Selbstverständlich pflegen wir auch weiterhin den Kontakt zur TU Wien und zum Energiepark Bruck/Leitha. Aber auch privat sind wunderbare Freundschaften entstanden. Manche Kollegen treffe ich regelmässig.

Welche beruflichen Pläne haben Sie für die nächsten 3-5 Jahre?

Mich sicherlich weiterhin mit Energie und Umweltthemen zu befassen. Natürlich steht dabei der weitere Ausbau der eigenen Firma im Vordergrund. Die „Energy Vision“ wird dann eine erfolgreiche und  international operierende mittelständische Unternehmung sein.  Aber auch eine Weiterbildung oder ein Studium möchte ich nicht ausschliessen, denn ein lebenslanges Lernen ist mein Motto. Vielleicht werde ich sogar nebenbei an einer Uni oder FH dozieren.

Ihr Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist …


Mein Tag beginnt mit einem herrlich duftendem Nespresso Kaffee… Nebenbei überfliege ich auf meinem iPad die online Schlagzeilen der Tagespresse. Danach kommt der Laptop zum Einsatz. Während ca. 30 Minuten widme ich mich den E-mails und überprüfen die Tagesagenda … dann geht’s richtig los…

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