15. September 2013

Career Spotlight: Ursula Mollay


Ursula Mollay

Heute im Gespräch: DI Ursula Mollay, MSc (Österreichisches Institut für Raumplanung (OIR), Absolventin MSc „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ Class 2008-2010

Warum haben Sie sich für den Masterlehrgang an der TU Wien entschieden?

Mein Interesse am Thema „Erneuerbare Energie“ besteht schon lange. Gegen Ende meines Raumplanungsstudiums an der TU Wien begann ich auch Umwelttechnik zu studieren. Allerdings war die Doppelbelastung mit Studium und Arbeit zu viel und so entschloss ich mich das Zusatzstudium Umwelttechnik nicht fortzusetzen.

Mein Interesse blieb bestehen, und über einen Ökonewsartikel stieß ich dann auf das Pressestipendium des Unilehrgangs. Diese Gelegenheit nutzte ich, bewarb mich für das Stipendium und hatte das Glück ausgewählt zu werden. So ging es los.

Inwiefern war der Masterlehrgang "Renewable Energy in Central & Eastern Europe" für Ihre weitere berufliche Weiterentwicklung ausschlaggebend?

Das Wissen, das ich mir im Unilehrgang aneignen konnte, bekommt gerade jetzt im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit einen hohen Stellenwert. Das OIR wirkt an der „Smart City Initiative“ Wiens mit, ein wesentliches Element stellt dabei die Verschränkung aus Raumplanung und Energieplanung dar – Energieraumplanung eben. Bei der gemeinsamen Arbeit mit Wien Energie und Energieplanern helfen mir die Kenntnisse aus dem Unilehrgang sehr. Aber auch in meinen anderen beruflichen Schwerpunkten – Regionalentwicklung und Stadtplanung/Stadtentwicklung – gewinnen Fragen im Zusammenhang mit Energiegewinnung und –nutzung an Bedeutung, und ich kann meine Zusatzausbildung nutzen.

Was würden Sie neuen Studieninteressenten für den Masterlehrgang mitgeben wollen – was sollten diese wissen?

Der Lehrplan des Unilehrgangs ist sehr breit angelegt, mit dem Ziel, alle Bereiche der erneuerbaren Energien und damit verwandte Themen umfassend darzustellen. Dies gelingt auch gut, da die Lektoren sehr kompetent sind. Allerdings ist klar, dass man dann nicht bei jedem Thema sehr weit in die Tiefe gehen kann. Das muss einem bewusst sein. Für Personen ohne besonderes (technisches) Vorwissen ist dies aber sehr passend. Aber auch jene, die bereits einiges an Erfahrung im Bereich erneuerbare Energie mitbringen, gibt es viele Anknüpfungspunkte, um sich auf ein bestimmtes Thema zu fokussieren.
Hinsichtlich einer beruflichen Weiterentwicklung habe ich das Studium als absolute Aufwertung empfunden, jedoch ist es unrealistisch zu glauben, dass man automatisch aus dem Lehrgang angeworben wird. Da ist – wie bei jedem Jobwechsel – Eigeninitiative gefragt.

Welche beruflichen Pläne haben Sie für die nächsten 3-5 Jahre?

Auf inhaltlicher Ebene möchte ich weiterhin in dem sehr spannenden Bereich der Energieraumplanung mitwirken. Bisher wurden die Planungselemente Raumplanung und Energieplanung abgekoppelt voneinander realisiert. Hier ist nun aber ein sehr spannender Veränderungsprozess im Gange. Diese Veränderungen betreffen sowohl die Inhalte als auch den Ablauf – also den Prozess – einer kombinierten Sichtweise auf Raum- / Stadtplanung und Energieplanung.

Alternative Energie ist ein aktuelles Thema. Wie praktizieren Sie persönlich Umweltschutz zu Hause?

Wir sind seit 10 Jahren stolze Ökostrombezieher und kommen ohne Auto und Fernseher aus. In der Stadt sind wir vorwiegend mit dem Rad oder den Öffis unterwegs, auch im Urlaub nutzen wir am liebsten Bahn und Bus, Flugreisen machen wir nur sehr selten.

Welche Hobbies haben Sie?

Meine Kinder, Volleyball, Lesen.

Welches Buch lesen Sie gerade?

T.C.Boyle „Wenn das Schlachten vorüber ist“.

(Interview vom 23.08.2013)


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