25. September 2013

"Responsible-Leadership" im Professional MBA E&I


Das Responsible-Leadership-Konzept stellt persönliche Führungskompetzenz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt.

Seit längerem schon stehen MBA Programme in der Kritik, zu fakten- und wissenslastig zu sein und ManagerInnen nicht mit jenen Kompetenzen auszustatten, um verantwortungsvoll zu führen und sich der Auswirkungen ihres Handelns bewusst zu sein. Das Responsible-Leadership-Konzept, das eigens für den Professional MBA entwickelt wurde, bietet den TeilnehmerInen ab Herbst 2013 die Möglichkeit, sich mit den Themen persönliche Führungskompetenz und Nachhaltigkeit nicht nur punktuell, sondern über die gesamte Dauer des MBA auseinanderzusetzen. Dabei stehen die Themen Führungsqualitäten, Selbstreflexion und Verantwortung im Vordergrund. Ziel dieses ganzheitlichen Ansatzes ist es, im Laufe des Studiums das eigene Entwicklungspotential zu erarbeiten, um eine bessere Führungskraft zu werden und mit der eigenen unternehmerischen Verantwortung noch kompetenter umgehen zu können.

„Bei der Entwicklung des Responsible-Leadership-Konzepts sind wir von der Frage ausgegangen, wie man am besten die Bereiche persönliche Führungsqualität und Nachhaltigkeit in allen Modulen der Grundausbildung, also des Business Core des Professional MBA , thematisiert. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass eigene Module zum Thema sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung waren, eine nachhaltige Veränderung des Führungsverhaltens und der Denkmuster lässt sich so verbessern. Umso mehr freut es mich, dass wir es geschafft haben, einen roten Faden durch die ersten 9 Monate des Professional MBA zu ziehen, der viel Raum zur Selbstreflexion und zum Austausch mit Vortragenden und Kollegen zulässt“, sagt Prof. Bodo B. Schlegelmilch, Dean der WU Executive Academy.

So funktioniert das Responsible-Leadership-Konzept

Der Professional MBA besteht aus dem Business Core, der die betriebswirtschaftlichen Grundlagen und General Management Themen beinhaltet, und der Spezialisierung in einer bestimmten Funktion oder Branche. Für das ganzheitliche Responsible-Leadership-Konzept wurde der Business Core nun überarbeitet, um einen Bogen über 9 Monate zu spannen, in denen die Themen persönliche Führungskompetenzen und Nachhaltigkeit regelmäßig erarbeitet werden und so für die Teilnehmer Inneimmer präsent sind. Dazu wurde zum einen die Reihenfolge der Module geändert und zum anderen eine Reihe neuer Elemente in das Curriculum integriert.

Der Business Core startet jetzt mit den drei untereinander abgestimmten und aufeinander bezugnehmenden Modulen Leadership, Managing People and Organizations und CSR & Ethics, in denen die Grundlagen und theoretischen Konzepte von Führen, Organisationsentwicklung und Nachhaltigkeit erlernt werden.

Bereits zwei Wochen vor Start des Business Core werden die TeilnehmerInnen gebeten, einen Online-Self-Assessment zu machen. Die Analyse zeigt den Status Quo der eigenen Stärken und Schwächen auf hilft zukünftig dabei, Potentiale und mögliche Lösungsansätze zu identifizieren. Außerdem erlaubt er die Reflektion über verschiedene Verhaltensmuster, Stärken und Herausforderungen und ermöglicht Rückschlüsse auf Führungsverhalten, Soziale Kompetenzen und Verhalten unter Druck und Umgang mit Konflikten. In einer persönlichen Einführung im ersten Module lernen die TeilnehmerInnen, die Ergebnisse zu interpretieren und Handlungsmöglichkeiten daraus abzuleiten. Im Laufe des Business Core ist es so möglich aufzuzeigen, wie sich der oder die einzelne als Führungskraft weiterentwickelt hat.

Ein weiterer elementarer Baustein des Konzepts ist die Implementierung von Nachhaltigkeit in alle Module des Business Core, speziell auch in Bereichen, wo man das Thema nicht sofort vermuten würde. Prof. Bodo B. Schlegelmilch: „Wir sind gerade dabei, mit allen Vortragenden des Business Core das Konzept zu besprechen und gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten zu identifizieren, Nachhaltigkeit in den jeweiligen Modulen zu thematisieren. Für die Teilnehmer ist es sehr bereichernd, dieses zentrale Thema einmal in einem Finance- oder Marketing-Modul zu erörtern, ergeben sich doch so völlig neue Perspektiven und Diskussionspunkte.“

Der Ansatz sieht außerdem eine Reihe gezielter Maßnahmen vor, die das Verantwortungsbewusstsein, die Führungskompetenz und die Selbstreflexion der Teilnehmer fördern soll:

- Peer Coachings: Jeweils drei TeilnehmerInnen bilden zu Beginn des MBA eine Gruppe, die während des gesamten Business Core bestehen bleibt. Ziel ist es, eine vertrauensvolle, enge Beziehung untereinander aufzubauen, die die Basis für die Peer Coachings bilden soll: Innerhalb der 6 Monate treffen sich die TeilnehmerInnen 2-3 Mal abseits der Module und des Unterrichts, um im kleinen Kreis die persönliche Leadership-Entwicklung im Laufe des Programms zu diskutieren und zu reflektieren. So erhalten sie Fremdfeedback von Personen auf Augenhöhe, die sie gut kennen – eine Rückmeldung, zu der im Manager-Alltag sehr oft der Rahmen fehlt.
- Personal Development Plan: Anhand der Ergebnisse des Self-Assessment erarbeitet jeder TeilnehmerInnen im Leadership-Modul einen Personal Development Plan. Dieser Plan dient dazu, die individuellen Entwicklungspotentiale aufzuzeigen und sich selber (Führungs-) Ziele zu stecken, die im Alltag der jeweiligen Führungskraft auch umgesetzt werden sollen. Außerdem werden darin die Strategien, wie man die jeweiligen Ziele erreichen kann, festgehalten. Am Ende des Business Core werden in einem Follow-up Modul die Entwicklung und der Fortschritt gemeinsam diskutiert und konkrete Umsetzungsmaßnahmen überlegt.
- Learning Diary: Zusätzlich wird jede/r TeilnehmerIn dazu angehalten, ein persönliches Learning Diary zu führen. Darin notieren sie, welche Inhalte/Ideen/Konzepte für sie die höchste Relevanz hatten bzw. für sie am wichtigsten waren. Außerdem sollen sie festhalten, wie ihre Erfahrungen bei der Umsetzung des Gelernten im beruflichen Alltag waren und was sich als nützlich bzw. weniger nützlich herausgestellt hat.

Ein Follow-up Modul am Ende des Business Core, das aus je einem Tag Leadership, Managing People and Organizations und CSR & Ethics besteht, rundet das Responsible-Leadership-Konzept ab: Nach dem Prinzip des „Double-Loop-Learnings“ werden hier alle Maßnahmen gebündelt besprochen und in der Gruppe reflektiert. Ziel ist es, für sich selbst jene Maßnahmen/Ideen zu identifizieren, die die meiste Wirkung gehabt haben und diese auch in der Zukunft weiterzuverfolgen. 


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