25. October 2013

Career Spotlight Michael Jungnitsch


Heute im Gespräch mit Dipl.-Ing. Michael Jungnitsch, Regionalvorstand von TÜV Rheinland in Asien-Pazifik und Geschäftsführer der TÜV Rheinland Japan Ltd., Yokohama. Absolvent des MSc Engineering Management Class 2007-2008.

Beschreiben Sie Ihre derzeitige Position und wie Sie zu dem Job gekommen sind
Im Moment bin ich regionaler Leiter des Bereichs Asien-Pazifik sowie Geschäftsführer und Präsident des TÜV Rheinland Japan. Mein Aufgabenbereich beinhaltet die Aufsicht unserer Geschäfte in Japan sowie in neun anderen Ländern Südostasiens und in Australien. Früher war ich als Leiter der Abteilung Produktsicherheit beim TÜV Rheinland in Deutschland tätig.
Wenn ich an meine Zeit als junger Ingenieur zurückdenke, sind es mein Wille und der Wunsch im Ausland zu arbeiten gewesen, die mich zu dem Job brachten. Schon in meiner jungen Karriere habe ich in Schweden, Japan und Südkorea gearbeitet. Die Erfahrungen und die Arbeit unter oftmals herausfordernden Umständen haben mir verdeutlicht, wie Firmen in anderen Ländern funktionieren. Da ich immer wieder gerne dazulerne, schätze ich es stetig auf dem neusten Stand in dem Bereich Forschung zu sein und versuche fortwährend mehr praxisorientiertes Wissen zu erlangen. Das ist der Grund, wieso ich mich im Jahr 2007 dazu entschlossen habe, das Masterprogramm Engineering Management der TU Wien zu besuchen.

Wieso haben Sie sich für das Masterprogramm Engineering Management entschieden?
Als ich mich entschlossen habe, an einem Weiterbildungsprogramm teilzunehmen, suchte ich nach einem Lehrgang, der mir mein Wissen in vielfältiger Weise erweitern würde. Zum einen im Bereich der neuesten Ingenieurstätigkeit und zum anderen in den Thematiken Finanzierung und Wirtschaft.

Wieso haben Sie sich für die Teilnahme an dem Programm entschieden?
Der Stundenplan des Programms des CEC der TU Wien stimmte mit meinem zeitintensiven Arbeitsleben überein. Mit je viereinhalb Tagen pro Monat über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren schien es für mich gut kompatibel mit meinen anderen Tätigkeiten. Ein weiterer Faktor der mich zum Entschluss an der Teilnahme des Programms bewegte war der Erhalt eines Titels von einer gut angesehenen Universität.

Können Sie das postgraduale Masterprogramm in drei Sätzen beschreiben?
Der Lehrgang ist gut konstruiert, um ihn neben einem Arbeitsleben zu besuchen und bietet des Weiteren ein vielfältiges Angebot an Lehrinhalten in einer persönlichen akademischen Umgebung. Angesehene Professoren und erfolgreiche Geschäftsleute bieten einen guten Überblick in den verschiedensten Bereichen, die alle von großer Wichtigkeit in der Arbeitswelt eines Ingenieurs sind. Die Zusammenstellung der TeilnehmerInnen mit ihren verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen ist sehr wertvoll und bereichert den Austausch von Ideen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte wurden im Masterprogramm behandelt?
Für mich war es ein großer Vorteil, dass auf die verschiedensten Themenbereiche für die Arbeit eines Ingenieurs Wert gelegt wurde. Heutzutage braucht man neben dem Ingenieurswissen ebenfalls in den Fächern Finanzierung, Wirtschaft und Recht eine gute Grundlage um erfolgreich zu sein.

In wieweit hat das Masterprogramm Ihr berufliches Leben beeinflusst?

Zunächst war es eine Aufgabe, den intensiven Kurs in mein Arbeitsleben miteinzubeziehen und forderte über eineinhalb Jahre nicht nur meinen, sondern auch den Einsatz meiner Familie und Kollegen. Nachdem ich das erfolgreich schaffte, erlangte ich positive Anerkennung von meinen Vorgesetzen und meinen Kollegen. Schlussendlich war die Absolvierung des Lehrgangs eines der ausschlaggebenden Kriterien für meine beruflich Weiterentwicklung in der Region Asien-Pazifik in einem internationalen Umfeld tätig zu sein.

Konnten Sie sich aufgrund des Studiums beruflich weiterentwickeln?
Es war überaus hilfreich um fundiertes Wissen in den verschiedensten Bereichen der Ingenieurstätigkeit zu erlangen. Die Studienzeit hat mir geholfen, Angelegenheiten schneller zu erkennen und in einer zuvor unterrichteten Weise zu reagieren.

Was hat Ihnen der Lehrgang persönlich gebracht?
Ich persönlich konnte mir durch den Lehrgang ein Netzwerk aufbauen und längerfristige Kontakte zu meinem Mitstudenten knüpfen. Da wir alle bis jetzt verschiedene Erfahrungen aus den anderen Industriebereichen sammeln konnten, konnten wir uns ständig austauschen und weiteres Wissen aneignen. Auch heutzutage bin ich stets bemüht, den Kontakt mit einigen Mitstudierenden aufrechtzuerhalten.

Was möchten Sie zukünftigen Studierenden mit auf den Weg geben?

Wer an diesem Programm teilnehmen will, sollte starkes Engagement und intrinsische Motivation vorweisen können, da der Lehrgang sehr intensiv ist. Die Belohnung wird den vorher geleisteten Aufwand aber dennoch entschädigen.

Wie lautet Ihr Motto?
„Sag was du tust, tu was du sagst und lerne von deinen Erfahrungen.“ Sozusagen ist es als Leiter notwendig, Transparenz aufzuweisen und zu erklären, welchen Weg man ansteuert. Sobald man eine Vision hat, sollte man sich an die Arbeit machen, in die Richtung der Vision anzusteuern. Ganz egal welche Herausforderungen und Erfolge mir in den Weg fallen werden, ich werde sie in Betracht ziehen und von den Erfahrungen lernen.

Welches Buch lesen Sie im Moment?

“Screw Business as Usual” von Richard Branson


(Interview vom 28. Oktober 2013)


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