21. November 2013

Es ist möglich, sauber zu bleiben!


Mit guter Vorbereitung ist Korruption ein unnotwendiges Übel

Am 14. November 2013 konnte Mag. Petra Aigner, Managing Director Continuing Education Center, wieder einen hochkarätigen Gastsprecher zu einem Business Evening für die Studierenden und Alumni des CEC begrüßen. Dr. Maximilian Burger-Scheidlin, Geschäftsführer der ICC Austria – Internationale Handelskammer, sprach über das hochaktuelle Thema: “Corruption reduces profits and increases risks. With good preparation - an unnecessary evil!”. 

Korruption ist – v.a. in einem internationalen Geschäftsumfeld – oft nicht einfach zu definieren, doch in vielen Ländern allgegenwärtig. Auch einige der anwesenden Studierenden und Alumni haben von persönlichen Erfahrungen mit korrupten GeschäftspartnerInnen berichtet. Oft haben UnternehmensvertreterInnen das Gefühl, der Korruption hilflos ausgeliefert zu sein, wenn sie im betreffenden Land Geschäfte machen wollen. Mit unzähligen Beispielen erfolgreich gelöster Fälle aus seiner langjährigen, internationalen Tätigkeit hat Dr. Burger-Scheidlin eindrucksvoll bewiesen, dass das nicht unbedingt so sein muss.  

Am Beginn seines Vortrages sensibilisierte er die ZuhörerInnen dafür, wie weitreichend die Folgen von Bestechung (neben dem gesellschaftlichen Schaden) im business to business-Bereich sein können. Abgesehen vom unmittelbaren finanziellen Schaden, der durch die Bezahlung von Bestechungeld entsteht, können Unternehmen dadurch auch Opfer von Erpressung oder Betriebsspionage werden. Wenn sich herausstellt, dass ein Vertrag wegen Korruption ungültig ist, leisten Banken und Versicherungen keine Zahlungen. Da Korruption mittlerweile in vielen Ländern ein Straftatbestand ist, können die verantwortlichen Personen international straf- und/oder zivilrechtlich verfolgt werden. Darüber hinaus verlangen immer mehr Unternehmen im Rahmen ihrer Compliance-Bestimmungen von ihren Geschäftspartnern einen Nachweis, dass das Unternehmen frei von Korruption ist.  

Dr. Burger-Scheidlin ist überzeugt davon, dass Unternehmen, die aufgrund der hohen Qualität ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu den Marktführern in ihrem Segment gehören, nicht auf Bestechung angewiesen sind, um Aufträge zu generieren. Zur Vermeidung von Korruption rät er Unternehmen, auf allen Ebenen Bewusstsein für das Thema zu wecken, die richtigen finanziellen Anreize zu bieten und klare Compliance-Regeln einzuführen. Seine Praxistipps stießen bei den Studierenden und Alumni auf reges Interesse, und die lebhaften Diskussionen wurden anschließend noch beim Buffet fortgeführt.
 


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