20. November 2013

Schulschluss … ein Rückblick auf zwei Jahre „Erneuerbare Energie“


MSc-Lehrgang “Renewable Energy in Central & Eastern Europe” (Class 2011-2013)

Wir haben uns mit Ralf Gernat und Mortimer Schulz, zwei Absolventen der Class 2011-2013 des MSc-Lehrganges „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“, in einem Wiener Kaffeehaus getroffen, um einen kurzen persönlichen Einblick in die vergangenen zwei Jahre zu erlangen.

Was hat sich seit 2011 in Ihrer Klasse verändert?
Als wir den Lehrgang begonnen haben, war sicherlich die Erzeugung von erneuerbarer Energie unser Hauptthema – neue Systeme, technische Verbesserungen, mehr Energieverbrauch. Dann wurde das Thema Energieeffizienz immer wichtiger. Mittlerweile spricht man vorwiegend über Energiespeicherung, v.a. da die Energieausbeute aus Erneuerbaren durch effektivere Speichersysteme ausgebaut werden muss. Nebenbei müssen wir alle uns generell auch auf die Erhaltung der natürlichen Ressourcen konzentrieren. Jeder Einzelne von uns muss seinen persönlichen CO2-Fußabdruck verringern, das ist das Hauptziel.

Was waren die Höhepunkte während Ihres Studiums? Da gibt es doch sicherlich eine Menge zu erzählen.
Auf alle Fälle sind die Ländermodule in Prag und Zagreb zu erwähnen. Ein Teil von uns fuhr mit dem Bus nach Prag. Auf dem Weg dorthin lernten wir die tschechische Braukultur kennen. Irgendwie ist das ja auch eine Form von Energie – zumindest für einen Moment. In Tschechien besuchten wir ein wirklich altes Wasserkraftwerk aus dem Jahre 1908, das noch immer in Betrieb war, sogar mit dem ursprünglichen Kontrollsystem – unglaublich. In Kroatien hatte die andere Gruppe die Möglichkeit, Windparks im Karstgebirge zu besichtigen. Auch dies war eine tolle Exkursion. Ein weiteres Highlight des Lehrgangs war sicherlich die Mischung aus den unterschiedlichen Talenten und Vorkenntnissen der StudienkollegInnen. Dies half uns manchmal sehr, dem Unterricht zu folgen, wenn engagierte Vortragende versuchten, uns den Lehrstoff näher zu bringen, aber einige von uns bereits nach kurzer Zeit inhaltlich „ausstiegen“; z.B. wenn es darum ging, Begriffe wie etwa „gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz“ oder den Unterschied zwischen Volt, Ampere und Watt zu verstehen. Die Wirtschaftler unter uns halfen den Technikern und umgekehrt. Manchmal allerdings war es notwendig, eine Art Sonderkommando zu bilden und den „armen“ Vortragenden Löcher quasi in den Bauch zu fragen. Dies geschah meist kurz vor Ende der Unterrichtsstunde. Wir hatten jedenfalls eine großartige Zeit miteinander, wir haben viel gelernt, und nun gehen wir gemeinsam in die Zukunft der Erneuerbaren.

Was geschah statistisch gesehen zwischen Oktober 2011 und November 2013?
•    Wir waren 21 StudentInnen - wie bei „Blackjack“ – 4 Damen, 17 Herren.
•    Die StudentInnen kamen aus 9 unterschiedlichen Ländern und sprachen 14 Sprachen.
•    50 % von uns haben während des Lehrgang den Job gewechselt.
•    Es wurden 4 „Lehrgangsbabys“ geboren.
•    2 von uns haben geheiratet.
•    „Bier-Vernichtungs-Rate“: manchmal mehr, manchmal weniger

… und was geschah emotional?
Wir sind zusammengeschweißt für alle Zeiten, egal was die Zukunft bringt. Der lehrgang hat uns bereichert und wir wuchsen gleichsam wie ein Baum mit vielen Ästen und Zweigen.



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