14. February 2014

Student des MSc “Renewable Energy in Central & Eastern Europe” gewinnt “Energy Globe World 2013”


Johann Mörwald (li.) und David Bernhard (re.), beide ecoduna produktions-GmbH. (c) Energy Globe

Sieger Kategorie “Feuer”: Mag. David Bernhard (ecoduna produktions-GmbH)

Mag. David Bernhard ist auf der Siegerstraße: Mit der bahnbrechenden Algentechnologie der in Bruck/Leitha ansässigen Firma ecoduna produktions-GmbH, bei der er beschäftigt ist, belegt er in der Kategorie „Feuer“ den ersten Platz und trägt so zur Vision des Energy Globe bei - „To create a sustainable future for all“. Die feierliche Preisübergabe fand am 04. Februar in Salzburg statt.
Zurzeit ist David Bernhard Student des postgradualen MSc-Programms „Renewable Energy in Central & Eastern Europe“ (class 2012-2014), das er voraussichtlich im Herbst 2014 abschließen wird. Das MSc-Programm wird von der TU Wien in Kooperation mit dem Energiepark Bruck/Leitha berufsbegleitend angeboten (http://newenergy.tuwien.ac.at).

Zum Siegerprojekt - weltweit einzigartig: Power aus Algen

Algen sind heute ein wichtiger, regenerative Rohstoff. Sie sind Ausgangsstoff für wertvolle Substanzen, die in der Medizin, Pharmazie, Kosmetikindustrie, in Nahrungsmitteln, für Tiernahrung bis hin zu Energiegewinnung und chemischen Anwendungen eingesetzt werden. Die Firma ecoduna in Bruck/Leitha entwickelt bahnbrechende Technologien zur Algenproduktion mit Weltklasse sein. Der Anfang war nicht einfach. ecoduna-Vorstand Martin Mohr musste intensiv Überzeugungsarbeit leisten, um die Finanzierung der Anlage sicher zu stellen. Heute hat das moderne Unternehmen den Durchbruch in der industriellen Produktion von Mikroalgen geschafft.

Weltklasse in NÖ! In der 250 m2 ecoduna-Anlage werden Algen als Ausgangsstoff für hochwertige Öle, u.a. zur Erzeugung von Omega-3-Fettsäuren (heute wegen der knappen Fischbestände besonders nachgefragt) und für Biotreibstoff gezüchtet. 22 über Photovoltaik betriebene Reaktorelemente folgen ständig dem Verlauf der Sonne und halten die Algen permanent in einer ideal beleuchten Zone. Das Nährmedium wird nicht gepumpt, sondern über Druckausgleich auf kürzestem Weg transportiert – das reduziert den Energieverbrauch um ein Vielfaches. Die optimal Verteilung von CO2 und anderer Nährstoffe schafft beste Wachstumsbedingungen und CO2 Fixierung. Alle Zellen haben ziemlich denselben Entwicklungsstand, was den Energieeinsatz bei der Ernte optimiert, da nur reife Algen geerntet werden. Es werden keine Agrarflächen beansprucht. Wasser wird aufbereitet und wieder verwendet, Reste von gelösten Nährstoffen werden zurückgeführt. Die Restbiomasse wird als Futtermittel für Rinder, Ziegen, Fische, etc. verwendet. Der überbordende Meeres‐Fischfang, zur Gewinnung von Omega 3 Fettsäuren wird entlastet. Jährlich werden rund 17 Tonnen Biomasse mit einem Öl‐Gehalt von ca. 40% produziert.  Daraus werden 4‐5 Tonnen Öl sowie 2‐3 Tonnen Treibstoff/Jahr gewonnen.

Das Konzept ist dem Wald nachempfunden, wo die Blätter der Bäume die Oberfläche zur Sonne multiplizieren und sich durch Veränderung ihres Ausrichtungswinkels zur Sonne vor Überhitzung schützen – denn, wie Mohr, Vater von vier Kindern, überzeugt ist:  „nichts in der Natur geschieht ohne Grund“. Die bahnbrechende ecoduna-Technologie ist u.a. in Deutschland bei Vattenfall  m Einsatz: dort werden Algen als „Speicher“ für industrielles  CO2 genutzt, aus der Biomasse entsteht Bioplastik oder Kunstdünger. In Dänemark recycelt der Insulinhersteller Novo Nordisk mit ecoduna-Technologie das anfallende Prozesswasser als „Futter“ für die Algen mit Zuführung von CO2. Die Biomasse wird Zusatz in der Nahrungsmittelindustrie. Die ecoduna-Technologie ist international nachgefragt. Vor allem in wasserarmen Ländern wie Saudi Arabien und Indien, oder China und Japan und Aquakulturunternehmen in Nordeuropa, die mit damit Fischfutter produzieren und gleichzeitig Abwasser von Nitraten reinigen wollen.


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