19. December 2014

Rückblick auf den ersten ETIA Talk zum Thema ‚Nuclear Technology in Agriculture’


Am 02. Dezember füllte sich der Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien für die erste ETIAtalks Diskussionsrunde des heurigen akademischen Jahres zum Thema ‚Nuclear Technology in Agriculture?’. Diskutiert wurde Lebensmittelbestrahlung und die Anwendung von nuklearen Technologien in der Landwirtschaft.

ETIAtalks ist eine Serie von Podiumsdiskussionen, die sich aktuellen Themen aus den Bereichen Energie, Umwelt, und Technik sowie deren Verflechtung mit Politik, Recht, Wirtschaft und internationalen Beziehungen widmet. Die Panels werden von Studenten des Masterstudiengangs Environmental Technology and International Affairs (ETIA) mit Unterstützung von DA Studenten organisiert und stehen dieses Jahr thematisch im Rahmen von ‚Sustainable Agriculture’.
Unter der Moderation von Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Franz Josef Maringer (BOKU und TU) entstand eine rege Diskussion innerhalb des Panels, bestehend aus Dr. Friederike Strebl (Seibersdorf Laboratories), Dr. Carl Blackburn (FAO / IAEA) und DI Dr. Wolfgang Pirklhuber (Die Grünen). Nach eröffnenden Statements der Diskutanten wurden auch Fragen aus dem Publikum besprochen und beantwortet.

Inhaltlich bewegte sich die Diskussion in dem Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherheit, dem Nutzen von niedrigdosierter Bestrahlung für eben diese und die Zweifel an der Sicherheit dieser Technologie. Nachdem des Öfteren versichert wurde, dass zahlreiche Studien die sorglose Anwendung von Lebensmittelbestrahlung bestätigen, rückte jedoch die Notwendigkeit dieser Technologie in den Mittelpunkt der Diskussion. Es wurde allgemein eingestanden, dass Europas Zurückhaltung in Bezug auf bestrahlte Lebensmittel auf die vorteilhaften Bedingungen zurückzuführen ist, die Bestrahlung nicht notwendig machen. Lange Transportwege, klimatische Bedingungen und Plagen (z.B. Fruchtfliegen), wie sie oft in Entwicklungsländern herrschen, sprechen hingegen für die Verfolgung der Verbesserungsmöglichkeiten mithilfe nuklearer Technologien. Dennoch gibt es einige Anwendungen, wie zum Beispiel die Bestrahlung von Gewürzen, die auch in hochentwickelten Ländern einen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit leisten können.

Während der Diskussionsrunde konnten die Experten auf zahlreiche Fragen aus dem Publikum eingehen und im Anschluss wurde das Thema in Gesprächen neben Getränken und Buffet weitergeführt.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Menschen für verschiedene aktuelle Themen und die Fülle damit verwobener Aspekte und Perspektiven zu sensibilisieren. Experten aus Wirtschaft, Politik, und Forschung wie auch Studenten genossen die lebhaften Diskussionen und die offene Atmosphäre zwischen den verschiedenen Disziplinen.

Besuchen Sie uns am 3. März 2015, wenn es bei unserer nächsten Runde um Nutzung von Düngemitteln in der Landwirtschaft geht!
Um mehr über ETIA und unsere Veranstaltungen zu erfahren, besuchen Sie auf www.etiatalks.com.


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