30. October 2015

SPAR baut Logistikzentrum in Ebergassing (NÖ)


ImmoABS – Blick hinter die Kulissen – nach OBI nun bei SPAR

Nachdem ImmoABS, der Absolventenverein der Immobilienlehrgänge und -studien der TU Wien, im April die Gelegenheit bot, den OBI-Fachmarkt auf der Wiener Triester Straße zu besichtigen, stand für rd. 15 ImmoABS-Mitglieder Ende Oktober eines der beeindruckendsten Großprojekte in Niederösterreich auf dem Programm: das neuen SPAR-Logistikzentrum.
Franz Zagler (Logistik-Chef der SPAR-Zentrale St. Pölten) und Mag. Thomas Stanger, MSc (Leiter der SPAR- Konzern-Expansion und Projektentwicklung), selbst Absolvent des MSc „Immobilienmanagement & Bewertung“,  gewährten einen Blick hinter die Kulissen.

Nachdem das SPAR-Großhandelslager in St. Pölten zu klein wurde und die Versorgung der SPAR-Märkte im Osten Österreichs nicht mehr sichergestellt werden konnte, entschloss man sich, ein weiteres Logistikzentrum zu bauen. Insgesamt wurden 28 Standorte geprüft – Ebergassing eignete sich am besten. 2012 wurde der Standort mit einer Größe von ca. 126.000 m2 gekauft, im Mai 2014 war Baubeginn. Ebergassing soll künftig 150 Standorte in Wien und Wien-Umgebung sechs Mal pro Woche beliefern.

Anfangs wurde von den umgebenden Gemeinden befürchtet, dass der LKW-Fahrverkehr durch Ortsgebiet geführt wird und dadurch Beeinträchtigungen (Luftschadstoffe, Verkehrsaufkommen) innerhalb der Gemeinden entstehen. Aufgrund der gut ausgebauten Straßenführung der B15 mit Anschluss an die S1 konnten diese Bedenken jedoch zerstreut werden. Auch weiteren Bedenken der sich gebildeten Bürgerinitiative gegen den Bau konnte man mit geeigneten Ortsbildmaßnahmen , wie zB einer geschickten Geländemodellierung) und dem Bau einer Lärmschutzwand entgegen treten.

Aufgrund der Größe und des Volumens des Projektes war übrigens keine UVP notwendig – es gab aber jedenfalls eine ökologische Baubegleitung. Ebergassing soll sogar das fortschrittlichste und umweltfreundlichste Bauvorhaben seiner Art werden: Es werden voraussichtlich ca. 900.000 LKW-km eingespart werden, was einerseits einer Reduktion des CO2-Ausstoßes von mehr als 1.500 Tonnen/Jahr gleichkommt, andererseits eine Ersparnis von rd. 3,5 Mio. EUR bedeutet. Investiert werden 85 Mio. EUR. Das Logistikzentrum wird 150 neue Arbeitsplätze für die Region schaffen.

Geplant ist, von April bis August 2016 das Trockensortiment hochzufahren, anschließend folgt bis November 2016 der Frischdienst. Tiefkühlware gibt es keine.

Bei der Führung durch die Halle fiel sofort die innovative Lagerlogistik auf. Hier kommt nicht wie bei anderen Logistikzentren der Mitarbeiter zur Ware, sondern es läuft genau umgekehrt ab. Die angelieferten Paletten werden mittels aufwendiger Fördertechnik und speziellen Palettentransportfahrzeugen zu den Hochregalen transportiert. Das Hochregallager bietet Platz für 16.000 Paletten. Eine besondere Attraktion war der „Layer Picker“ - ein Roboter, der ein wenig wie „Optimus Prime“ aus dem Film „Transformers“ aussah. Dieser Roboter packt die Waren von den Paletten auf kleiner Trays um. Rund die Hälfte der Waren werden derart kommissioniert, die andere Hälfte bleibt auf Paletten (für große Lieferungen). Das Tray-Lager (mit Platz für 70.000 Trays) befindet sich im Obergeschoß.

Mit diesem Blick hinter die Kulissen ist ImmoABS eine weitere sensationelle Exkursion gelungen.

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