10. March 2016

MSc ETIA Exkursion zur Abfallbehandlungsanlage Rinterzelt: Ein spannender Besuch beim „48-er Zelt“


Bei wahrlich eisigen Februar-Temperaturen machte sich die diesjährige ETIA-Gruppe am 25.2.2016 auf, die Abfallbehandlungsanlage Rinterzelt im 22. Wiener Gemeindebezirk zu besichtigen. Und nomen ist ja bekanntlich omen, deutet doch bereits der Name des Exkursionsziels auf die architektonisch auffällige Form des Gebäudes hin: Das Herzstück des Geländes, das von der Magistratsabteilung 48 betrieben wird, bildet ein fast 70 Meter hohes und 170 Meter breites Bauwerk, welches in Form eines riesigen Zeltes konstruiert wurde („48-er Zelt“). In einem sehr informativen Vortrag lernten wir, dass die Anlage mit einem durchschnittlichen Jahresdurchsatz von 250.000 Tonnen Abfall zu den größten Abfall-Behandlungsanlagen Österreichs zählt. Verantwortlich für die Aufbereitung, Behandlung und Sortierung verschiedenster Abfälle, leistet die Anlage in der Percostraße 2 einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen: Von defekten Elektrogeräten, leeren PET-Flaschen bis hin zu Metalldosen und Karton wird der mehr oder minder getrennte Abfall der Wiener Haushalte gesammelt, in seine verschiedenen Komponenten aufgeteilt und anschließend zur Weiterverarbeitung vorbereitet.

Insofern war die Exkursion eine sehr interessante Abwechslung bzw. Ergänzung zum Studienalltag, welche uns die Gelegenheit gab, die in Vorlesungen gelernte Theorie in der Praxis kennenzulernen. Besonders interessant war die anschließende Besichtigung der Anlage in Form einer geführten Tour über das Gelände. Ausgestattet mit knalligen Sicherheitswesten und attraktiven Schutzhelmen, ging es unter anderem um die dampfenden Hügel der schwarzen Schlackenrückstände sowie treppauf-treppab über die Kunststoffsortieranlage: In einem komplexen Zusammenspiel aus Mensch und Maschine werden hier die Plastikflaschen von mitgeliefertem Material getrennt und in mehreren Schritten in verwertbare Teile, sowie nach Farbe (z.B. grün, transparent) sortiert und zu Ballen gepresst. Diese können anschließend weiterverwendet werden – sei es zur Rückgewinnung von Rohstoffen oder zur thermischen Verwertung.

Durchgefroren aber mit neuen Erfahrungen und vielen spannenden Eindrücken bereichert, ging der Rundgang schließlich beim Mistplatz zu Ende.

Lisa Maria Schranz
(ETIA 8)


Follow us
Impressum  Ι  Kontakt