30. May 2016

Hotspots in Zadar


Salutation to the Sun

Exkursion Ländermodul “The Balkans” - MSc “Renewable Energy in CEE”

Freitag, 06. Mai 2016 - Der Tag beginnt bei sonnigen 15 Grad Celsius um 8:30 Uhr (kroatische Zeit, nicht Schweizer Zeit :-)). Auf dem Weg zur Biogasanlage in Gradec informiert uns der Busfahrer, dass er nur vier Stunden am Stück fahren darf und dann laut Gesetz eine Pause einlegen muss. Da der Bus eine automatische Aufzeichnung hat, haben wir auch keine Chance, diese Regelung irgendwie zu umgehen. Unser Aufenthalt in der Biogasanlage ist also sehr kurz, dafür aber umso intensiver – vor allem geruchsintensiver). Die Biogasanlage wird von “Agrokor Energija” betrieben. Das Unternehmen basiert auf einem ökologischen Ansatz zur Beseitigung von Nebenprodukten und Abfallprodukten aus der landwirtschaftlichen Produktion, des Lebensmittelgroß- und Einzelhandels sowie der Gastronomie mit höchsten Standards im Umweltschutz. Direkt neben der Biogasanlage befindet sich eine Schweinefarm, der Schweinemist und die Gülle werden gleich weiterverarbeitet. Neben Strom und Wärmeenergie wird hier auch organischer Dünger produziert.

Mit 15 Minuten Verspätung fahren wir ab. Nach der angekündigten Zwangspause bei einer Autobahnraststation fahren wir weiter an die Küste nach Zadar. Im Rathaus werden wir trotz mittlerweile einstündiger Verspätung vom Vizebürgermeister, Ivica Vlakic herzlich empfangen. Ana Bajlo, die Leiterin der Abteilung für Energieeffizienz im Department für Raumplanung und Konstruktion, gibt uns in ihrer Präsentation einen umfassenden Überblick über die derzeit laufenden EE-Projekte in der Stadt Zadar. Anschließend begleitet uns Ive Suric, Projektmanager bei der Entwicklungsagentur Zadra Nova durch die Altstadt zur Uferpromenade, wo wir den “Gruß an die Sonne” und die “Meeresorgel” sehen bzw. hören.

Diese Hotspots für Touristen und Einheimische – und auch für uns - sind das neue Wahrzeichen Zadars: die "Meeresorgel" unweit der Uferpromenade verbreitet unverwechselbare Klangbilder, die bei gutem Wind bis zu drei Kilometer weit zu hören sind. Architekt Nikola Bašić ließ das Kunstwerk aus 35 je 70 Meter langen Röhren in die stufenförmig betonierte Uferpromenade einbauen. Durch ein- und ausfließendes Wasser werden in diesen Röhren Klänge erzeugt, die die Wellen des Meeres in unterschiedlichen Tönen wiedergeben. Diese entweichen über kleine Öffnungen nach oben in den Fußweg und aus seitlichen Öffnungen in den Stufen zum Wasser. Diese Orgelkonzerte sind ebenso frei zugänglich wie das daneben liegende Projekt „Gruß an die Sonne“. Es besteht aus etlichen mehrschichtigen kreisförmig zusammengesetzten PV-Modulen, die das Sonnensystem darstellen und mit ihren unterschiedlichen Größen die einzelnen Planeten wiedergeben. Der größte Kreis hat 22 m Durchmesser und besteht aus 264 Einzelmodulen. Die Solarmodule speichern Sonnenenergie und setzen diese bei stimmungsvollen Sonnenuntergangslichtspielen wieder frei.

Nach einer kurzen Rast, die einige von uns nützen, um mit den Füßen in der Adria zu plantschen, bringt uns der Exkursionsbus nach Udbine zu “Lika Energo Eko”. Wir besichtigen das Biomasse-Heizkraftwerk und die Pelletproduktion bevor wir nach diesem langen und aufregenden Exkursionstag nach Zagreb zurückkehren.

“Gruß an die Sonne” & “Meeresorgel” >>

Nähere Informationen zum MSc-Programm Renewable Energy in Central & Eastern Europe finden Sie unter newenergy.tuwien.ac.at.
Nächster Lehrgangsstart: 20. Oktober 2016
Bewerbungen sind noch möglich.


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