29. August 2016

Career Spotlight: Mag.iur. Thomas Stanger, MSc


Heute im Gespräch: Mag.iur. Thomas Stanger, MSc, SPAR Österreichische Warenhandels-AG
MSc Immobilienamangement & Bewertung, Class 2010-2012  

 

Warum haben Sie sich für den Lehrgang MSc „Immobilienmanagement & Bewertung“ entschieden?
Das Jahr 2009 war durch die Begriffe „Finanzkrise“, „Börsencrash“ und „Immobilienblase“ geprägt.
Ich war in dieser turbulenten Phase sehr froh, bei der SPAR-Gruppe in einem stabil wachsenden österreichischen Familienunternehmen tätig zu sein und habe gleichzeitig für mich den richtigen Zeitpunkt erkannt, in meine Fortbildung zu investieren. Mein Arbeitgeber SPAR hat dieses Vorhaben von Beginn an sehr unterstützt, womit der Weg frei für mein Masterstudium an der TU Wien war.
Was würden Sie neuen Studieninteressenten für den Masterlehrgang mitgeben wollen – was sollten diese wissen?
Aus meinem SPAR-Expansionsteam hat eine Kollegin heuer mit dem Masterlehrgang begonnen. Insofern erinnere ich mich noch sehr gut, was ich ihr geraten habe:
Es muss jedem Interessenten bewusst sein, dass ein Studium – gerade dann, wenn es berufsbegleitend bewältigt werden soll – eine erhebliche zeitliche wie auch organisatorische Herausforderung darstellt. Es ist ein Einschnitt in das Privat- wie auch das Berufsleben; umso wichtiger ist es, dass Lebenspartner(in) und Arbeitgeber dieses Vorhaben voll unterstützen.
Das Studium ist vergleichbar mit einem Marathon: Von Beginn an dranbleiben, um den Anschluss nicht zu verlieren, Kräfte einteilen und Zähne zusammenbeißen, denn nach der Ziellinie verdrängt die Freude am Erfolg jeden Schmerz. 

Welche Erinnerungen haben Sie, wenn Sie an den Universitätslehrgang denken? Was waren Ihrer Meinung nach die Highlights?
Es war eine tolle Zeit mit vielen Highlights. Schon der Gedanke an die letzte viertel Stunde vor jeder schriftlichen Prüfung, in der sich die hinteren Bänke bis auf den letzten Platz gefüllt haben und die ersten Bänke leer geblieben sind, bringt mich herzlich zum Lachen – im Leben stehende Erwachsene, die vor Prüfungen so nervös waren wie Volkschüler.
Als besonderes Highlight sei aber auch unsere damalige Semesterarbeit „Neubau“ hervorgehoben. Wir mussten hier als sechsköpfiges Team ein EKZ-Projekt in Kroatien entwickeln. Die Arbeit als Gruppe hat hervorragend funktioniert, weil jeder Einzelne seinen speziellen Fähigkeiten gewinnbringend für das große Ganze einbringen konnte. Das schweißt auch zusammen – mit so gut wie allen Gruppenkollegen aus der Semesterarbeit bin ich heute noch befreundet.

Haben Sie bereits während des Studiums Kontakte für Ihre weitere Karriere knüpfen können bzw. nützliche Impulse erfahren?

In meinem Studienjahrgang auf der TU Wien waren Vertreter aus den unterschiedlichsten Bereichen der Immobilienwirtschaft zu finden. Das hat einen Austausch und eine gegenseitige Vernetzung natürlich sehr wertvoll gemacht.
Die gemeinsame Studienzeit verbindet; ich habe daher auch heute regelmäßig berufliche Anknüpfungspunkte mit ehemaligen Studienkollegen, aber auch mit Vortragenden.
Welche konkreten Entwicklungsmöglichkeiten (Beförderungen, Kompetenzen, etc.) ergaben sich daraus?
Wie schon erwähnt, hat mein Arbeitgeber SPAR meine Fortbildung von Beginn an gefördert und in einem großen Unternehmen ergeben sich regelmäßig Entwicklungsmöglichkeiten.
Für mich hat sich nach Abschluss meines Studiums die Möglichkeit ergeben, die Leitung der Konzern-Expansion in der SPAR-Hauptzentrale Salzburg zu übernehmen, nachdem ich zuvor bereits den Expansionsbereich der regionalen SPAR-Zentrale Sankt Pölten geleitet habe.
Welche beruflichen Pläne haben Sie für die nächsten 3-5 Jahre?
Mich begeistert nach wie vor meine aktuelle Tätigkeit. Der Wettbewerb um die besten Standorte und Flächen wird von Jahr zu Jahr härter – es erwarten mich daher noch sehr spannende Herausforderungen.

Welches Buch liegt zurzeit auf Ihrem Nachttisch?

Erhard Busek – Lebensbilder.
Keineswegs ein Hinweis auf meine politische Gesinnung, aber Buseks kritischer Geist und seine Bereitschaft, für seine Überzeugung sogar auf Abstand zu den eigenen Gesinnungsgenossen zu gehen, haben ihn zu einem wertvollen und in dieser Form seltenen Teil der politischen Landschaft gemacht.
Ihr Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist …
…ein Kaffee mit den Kollegen. Der kurze Austausch frühmorgens ist oft der Wertvollste.


Follow us
Impressum  Ι  Kontakt