30. July 2018

Environmental Technology & International Affairs: was sagen die Absolventen?


Julia Kraft (Österreich) und Ansgar Fellendorf (Deutschland) gehören seit Juli 2018 zu den stolzen AbsolventInnen unseres Masterprogramms Environmental Technology & International Affairs (ETIA). Auf ihrer Graduierungsfeier an der Diplomatischen Akademie Wien nutzten wir die Gunst der Stunde, mit ihnen über ihren Background, ihre Ziele und natürlich über Ihre Erfahrungen in unserem Masterstudium zu sprechen.


Was ist dein Hintergrund und warum habt ihr euch für dieses Programm entschieden?

Julia Kraft: Ich habe Politikwissenschaft studiert und wollte mich im Bereich Umwelttechnologie vertiefen, der ja immer wichtiger wird. Da ist man bei der TU Wien genau richtig. Die Interdisziplinarität des Programms war für mich ausschlaggebend. Außerdem hat die Diplomatische Akademie einen sehr guten Ruf.   

Ansgar Fellendorf: Weil die interdisziplinäre Herangehensweise einzigartig ist, weil Wien eine wunderschöne Stadt ist, weil die Diplomatische Akademie mit ihrer Tradition und renommierten Vortragenden einen sehr guten Ruf genießt und weil die TU für mich als nicht-Naturwissenschaftler ganz neue Perspektiven eröffnet. Ich habe vorher Internationale Beziehungen in den Niederlanden studiert.


Was war dein persönliches Highlight?

Julia Kraft: Ich habe mich vor allem für den umweltrechtlichen Bereich interessiert, den beide Institutionen anbieten: In der Diplomatischen Akademie mit Prof. Gerhard Loibl und an der TU, vor allem zum Thema Environmental Conventions, bei Prof. Markus Amann. Hier könnte ich viele andere Professoren ebenfalls erwähnen. Für Leute, die sich im Bereich Rechts- oder Politikwissenschaft auskennen, ist das Programm eine tolle Ergänzung, denn in diesem Lehrgang  kann man sich ein grundlegendes technisches Wissen aneignen. Mir hat es ebenfalls sehr gut gefallen, dass wir gefördert wurden, interdisziplinär und extrakurrikular zu arbeiten, selbst etwas auf die Beinen zu stellen. Wir haben z.B. Treffen wie die ETIA Talks organisiert, um wichtige Themen zu diskutieren.

Ansgar Fellendorf: Drei Sachen an diesem Studiengang sind besonders. Erstens: die Teilnehmer und auch die Professoren sind alle sehr motiviert. Zweitens: Die Kooperation zwischen der Diplomatischen Akademie und der TU Wien ist einzigartig. Dass eine Schule, die geisteswissenschaftliche Programme anbietet eine Kooperation mit einer technischen Uni hat, das habe ich sonst nirgendwo gefunden. Drittens: das universitäre Leben mit vielen Möglichkeiten, sich zu entfalten. Man konnte z.B. Konferenzen an der UNO besuchen, auf Studienreisen in die Ukraine oder nach Kirgistan oder Brüssel fahren.


Welche Themen haben dich am meisten interessiert?

Julia Kraft: Das Thema Weltraumrecht, was auch das Thema meiner Masterthese war. Das is sicher nicht das Erste, woran man denkt, wenn man über das Programm hört! Die Weltraumfahrt wird aber immer wichtiger, egal ob für Überwachung von Prozessen auf der Erde, oder für militärische Angelegenheiten, und da muss man den Umweltaspekt von Anfang an miteinbeziehen.

Ansgar Fellendorf: Im ersten Jahr war es das Umweltvölkerrecht. Da hatten wir einen sehr guten Dozenten, den Prof. Gerhard Loibl, der uns viel zu verschiedenen völkerrechtlichen Abkommen zu Umweltthemen beigebracht hat. Im zweiten Jahr habe ich an der TU meine Leidenschaft für Chemie entdeckt, die ich vorher nicht hatte.

Für meine Masterthese habe ich über freiwillige CO2-Kompensationsprogramme geschrieben, also diese Zertifikate, die von verschiedenen Unternehmen angeboten werden. Das kennt man z.B. bei Fernbusunternehmen, wo man ein solches Zertifikat zu seinem Busticket buchen kann. In meiner These habe ich untersucht, inwiefern diese Zertifikate ein effektives Klimaschutzinstrument für Entwicklungsländer darstellt. Dabei sind rechtliche, ökonomische und technische Aspekte zu berücksichtigen.


Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Julia Kraft: Ich werde im politischen Bereich bleiben. Im August fange ich als Manager für Umweltpolitik bei Austrian Airlines an, und da hoffe ich, diese Interdisziplinarität mitbringen zu können. Beim Bewerbungsgespräch waren sie auf jeden Fall begeistert und ich hatte mehrere Angebote von anderen Firmen, die diesen Lehrgang sehr hervorgehoben haben. Was die berufliche Zukunft anbelangt, ist ETIA ein sehr gutes Programm!

Ansgar Fellendorf: Das werden wir sehen… Zuerst einen schönen Sommer haben (lacht).

 

Impressionen der Graduierungsfeier finden Sie in der Fotogalerie und in unserem Impressionen-Video.


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