Steuerliche Absetzbarkeit und Steuervorteile

Für ArbeitnehmerInnen, selbständig Erwerbstätige und Unternehmen in Österreich bestehen zahlreiche steuerliche Vergünstigungen im Zusammenhang mit Ausgaben für Weiterbildung.

Steuervorteile für ArbeitnehmerInnen

Unselbständig Erwerbstätige können die Aufwendungen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten geltend machen, wenn diese im Zusammenhang mit der ausgeübten oder einer damit verwandten beruflichen Tätigkeit stehen oder als Umschulungsmaßnahmen dienen, die eine Tätigkeit in einem neuen Berufsfeld ermöglichen (vgl. § 16 EStG). Absetzbar sind nicht nur die Lehrgangsbeiträge, sondern auch andere mit der Aus- bzw. Weiterbildung verbundene Kosten (Arbeitsmittel, Fachliteratur, Fahrtkosten etc.). Je nach Höhe des Einkommens werden bis zu 50 % der Weiterbildungskosten refundiert. 

Steuervorteile für selbständig Erwerbstätige

Selbständig Erwerbstätige haben die Möglichkeit, Aufwendungen für Weiterbildung im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Betriebsausgaben anzuführen.

Steuervorteile für Unternehmen

Bei Unternehmen senken Fortbildungskosten als Betriebsausgaben die Steuerbemessungsgrundlage. Darüber hinaus kann entweder ein Bildungsfreibetrag in der Höhe von 20 % der Weiterbildungskosten oder eine Bildungsprämie in der Höhe von 6 % geltend gemacht werden (vgl. § 4 Abs. 4 Z 8 und Z 10 EStG bzw. § 108 c EStG).

Steuervorteile für ArbeitnehmerInnen und Unternehmen

Wenn ein Unternehmen anstatt eine Prämie auszubezahlen die Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen finanziell unterstützt, ergeben sich dadurch Steuervorteile für beide Seiten: 

  • Für ArbeitnehmerInnen ist die Förderung der Weiterbildung steuerfrei, wodurch sich ein finanzieller Vorteil von bis zu 50 % ergibt. 
  • Für den Arbeitgeber fallen keine Lohnnebenkosten an, die Ausgaben für die Weiterbildung können steuerlich abgesetzt werden, und durch die Bildungsprämie oder den Bildungsfreibetrag können zusätzliche Steuervorteile lukriert werden.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre/n SteuerberaterIn oder an das Bundesministerium für Finanzen.

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